Linux Mint 17.3 auf Acer Aspire V Nitro Black Edition VN7-592G-71JF

Neuer Rechner, neues Glück.

Eigentlich dachte ich nicht, dass eine Linux-Installation heutzutage noch so frickelig sein kann. Leider ist die Treiberunterstützung und auch teilweise die EFI-Implementierung einiger Hersteller noch unterirdisch.

Problem 1: Grafikchipsatz

Im Acer Aspire V Nitro Black Edition VN7-592G-71JF ist eine Nvidia GeForce GTX 960M mit 4GB Arbeitsspeicher verbaut. Leider ist der freie Treiber der Linux Mint 17.3 ISO-Datei noch nicht wirklich für diesen Grafikchip vorbereitet.

Wer also von seinem Mint-USB-Stick bootet, wird irgendwann nur in einem schwarzen Bildschirm landen.

Abhilfe schafft hier das Editieren der Bootparameter.

Beim Booten also einfach kurz „e“ gerdrückt und den Text „quiet splash“ mit „nomodeset“ ersetzen. Schon kommt man ins System und kann das Ganze installieren.

Problem 2: EFI-Bootloader

Wer also Linux Mint 17.3 installiert hat und den Rechner neustartet, kommt zum nächsten Problem. Acer hat anscheinend bei der EFI-Implementierung geschlampt. Es wird nur aus dem Ordner EFI/Microsoft/Boot gebootet. Das bedeutet, man muss seine EFI-Bootpartition mit Live-USB mounten und den im Ordner EFI/ubuntu vorhandenen Bootloader in dieses Verzeichnis (vorher anlegen) kopieren und die entsprechende Datei auch noch umbenennen. (bootmgfw.efi)

Problem 3: Zu neue Hardware

Nun bootet Linux Mint. Leider funktionieren weder Touchpad, noch WLAN. Fangen wir also mit dem Touchpad an. Hierzu LAN-Kabel in den Rechner und auf den neusten verfügbaren Kernel updaten. Reboot. Touchpad funktioniert.

Beim WLAN ist das Ganze (aktuell) nicht mit einem Kernelupdate getan. Wir benötigen mehrere Dateien von hier:

https://github.com/FireWalkerX/ath10k-firmware/

Die entsprechenden Dateien in folgenden Ordener kopieren: /lib/firmware/ath10k/QCA6174/hw3.0

Dann Reboot und auch das WLAN sollte funktionieren. Aktuell gibt es noch ein kleines Problem mit WLAN und gleichzeitig aktiviertem Bluetooth. Wenn ich etwas downloade und meine Bluetoothmaus verbunden habe, wird die Bluetooth-Verbindung gestört und der Mauszeiger ruckelt. Ich habe das erst mal durch die Nutzung des USB-Empfängers der Maus umgangen. Unschön.

Zuletzt habe ich noch den Nvidia-Treiber installiert und bin nun zufrieden. Das System läuft stabil und ohne Probleme.

DIY: Ich bastel mir eine Steam Machine

Schon nachdem ich die ersten Ankündigungen von SteamOS und Steam Machine gelesen hatte war ich gefangen vom Gedanken mir eine eigene Steam Machine zu bauen.

Nachdem ich mir SteamOS testweise auf meinen Acer Revo HTPC installiert habe und es sogar einigermaßen gut läuft bei Indie-Spielen, habe ich mich entschlossen diesen Gedanken in die Tat umzusetzen und mir nun endlich eine Steam Machine zu bauen.

Ich werde hier als erstes die Teile vorstellen, die ich wahrscheinlich kaufen und verbauen werde.

1. Das passende Gehäuse

Da mein TV-Schrank weiß und von IKEA ist, habe ich mir gedacht, dass in den Schrank auch ein weißes schlichtes Gehäuse passen würde.

Meine Wahl fiel auf das Fractal Node 304. Es sieht wirklich schick aus, wie ich finde und bietet genug Platz für eine dedizierte Grafikkarte. Wer es etwas dunkler haben möchte, kann das Gehäuse auch etwas günstiger in schwarz kaufen.

Preis: ~80€

UPDATE:

Ich habe mich doch für die schwarze Version entschieden, denn meine anderen Geräte sind auch alle in schwarz gehalten.

2. Mainboard

Da ich aus Kostengründen eine AMD-CPU verbauen möchte, muss ich natürlich auch ein passendes Mini-ITX-Board kaufen.

Hier fiel meine Wahl auf das Gigabyte GA-F2A88XN-WIFI. Es hat eingebauetes WLAN und bietet mit 2 Speicherbänken genug Raum für Speichererweiterungen.

Preis: ~90€

3. Der Prozessor

Hier möchte ich keine großen Kompromisse machen und werde mir einen AMD A10 7700K in der boxed Version holen. Er hat 4 Rechenkerne und sollte für das Spielen genug Leistung liefern.

Preis: ~115€

UPDATE:

Ich werde hier wohl auf einen AMD Athlon X4 860K ausweichen, da ich die integrierte Grafiklösung des A10 nicht benötige. Hier kann ich also etwas Geld sparen und das Gesparte evtl. in eine dedizierte Grafiklösung investieren.

Preis: ~70€

4. Arbeitsspeicher

Da das Mainboard zwei Speicherbänke unterstützt und ich auch für modernere Titel gerüstet sein möchte, fiel hier meine Wahl auf ein 8GB-DUAL-Kit von G.Skill mit 2133MHz.

Preis: ~70€

UPDATE:

Um weiter für die Zukunft gerüstet zu sein, werde ich ein einzelnes Speichermodul mit 8GB kaufen. Hier habe ich dann die Option auf 16GB, wenn mir danach ist.

Preis: ~76€

5. Die Grafikkarte

Um die Kosten nicht allzu sehr explodieren zu lassen habe ich mich für eine GeForce GTX 750 mit 1GB entschieden. Hier werde ich wahrscheinlich eine Version von MSI kaufen. Man sollte darauf achten, dass die Grafikkarte mit Lüfter nicht mehr Platz als zwei Slots belegt. Ansonsten passt sie nicht in das Gehäuse, weil der Lüfter rausgucken würde.

Ansonsten bin ich der Meinung, dass man sich im Moment nur NVIDIA-Karten holen sollte. Der AMD-Grafiktreiber unter Linux/SteamOS ist einfach nicht so weit und es gibt immer wieder Probleme.

Preis: ~110€

UPDATE:

Da ich beim Prozessor etwas sparen kann, werde ich mir wohl eine 2048MB Gigabyte GeForce GTX 750 Ti Black Edition gönnen. Diese hat doppelt soviel Speicher. Dies sollte vor allem bei FullHD etwas mehr Leistung bringen.

Preis: ~145€

6. Festplatte

Da der Effekt einer SSD-Platte nicht über schnellere Ladezeiten hinaus geht, habe ich mich für eine klassische SATA-Festplatte mit 1TB entschieden. Hier im Speziellen ein Modell von Western Digital mit 7.200 U/min.

Preis: ~75€

7. Ein Netzteil

Es fehlt nur noch ein Netzteil. Hier kann ruhigen Gewissens ein ATX-Netzteil verbaut werden. Meine Wahl fiel hier auf ein modulares 500W-Modell von be quiet!, welches absolut ausreichend sein sollte und den Vorteil hat, dass man wirklich nur die Kabel verlegen muss, die man auch benötigt.

Preis: ~85€

UPDATE:

Für die geplanten Komponenten reicht ein 400W-Netzteil. Ich werde bei be quiet! bleiben und spare hier wieder ein wenig.

Preis: ~45€

Fazit

Für ungefähr 625€ kann man sich einen sehr ordentlichen Gaming-Rechner für’s Wohnzimmer selber bauen. Ich werde ihn mir wahrscheinlich in dieser Kombination kaufen und dann noch einmal ordentlich auf Wärmeentwicklung und Leistungsfähigkeit testen.

UPDATE:

Mit den neuen Komponenten hat sich der Endpreis auf ungefähr 615€ geändert. Eine kleine Einsparung und noch ein bisschen mehr Leistung. Top! 🙂

Alte Games mit RetroArch spielen

Ich habe Zuhause einen Acer Aspire Revo an meinem Fernseher und verwende diesen um über OpenELEC auf meine Medienbibliothek zuzugreifen.

Das funktioniert auch alles tadellos aber irgendwas fehlte mir. Ich habe noch zwei alte SNES-Controller und einen USB-Adapter aus China rumliegen und dachte mir, dass ich doch gerne alte Perlen wie Super Mario Kart, Terranigma oder Zelda auf meinem Fernseher mit Originalcontrollern spielen würde.

Wenn ich die originale Konsole an den Fernsehern anschließen würde, dann wäre das Bild mehr als schlecht und deshalb ziehe ich eine Emulation vor.

Zum Emulieren von verschiedenen Retro-Systemen kann man unter OpenELEC auf RetroArch zurückgreifen. Dieses war schnell heruntergeladen aber leider nicht so ohne weiteres lauffähig zu bekommen.

1. RetroArch für OpenELEC ab Version 5 herunterladen

 
Die von mir angebotene Version funktioniert ab OpenELEC Version 5 und ist somit für die erste Version mit Kodi vorbereitet. Alle Einstellungen sind für meinen Acer Aspire Revo und zwei, über einen Adapter angeschlossene, SNES-Controller gemacht.

Der Download befindet sich hier. (Achtung: Nicht aktuell. Ich werde demnächst eine neue Version hochladen.)

2. Entpacken und auf das System kopieren

 
Das Archiv sollte entpackt werden und danach auf das OpenELEC-System in den Ordner /storage/.kodi/addons/ kopiert werden.

3. Ausführbar machen

 
Die Dateien im Ordner /storage/.kodi/addons/emulator.retroarch/ müssen ausführbar gemacht werden. Dies geschieht mit folgendem Befehl:

chmod +x /storage/.kodi/addons/emulator.retroarch/bin/*

4. OpenELEC einen neuen Pfad hinzufügen

 
Wir müssen im Dateimanager von OpenELEC eine neue Quelle hinzufügen. Ich habe /storage/.kodi/addons/emulator.retroarch/ hinzugefügt. Hier noch einen Namen vergeben und dann ist man schon fast am Ziel.

5. Rom Browser installieren

 
In OpenELEC muss jetzt nur noch das Rom Browser Addon installiert werden. Nach der Installation kann es ganz einfach eingerichtet werden. Es muss der Pfad zum Emulator angegeben werden. Hier kommt der vorher erstellte Pfad zum Einsatz. Man gibt dann einfach retroarch.sh aus dem /bin/-Unterodner an. Der Emulator muss dann mit folgenden Parametern aufgerufen werden:

snes9x_next „%ROM%“

Zuletzt muss nur noch der Ordner mit den eigentlichen Roms angegeben werden. Natürlich sollten diese vorher auch irgendwo vorhanden sein. Meine liegen z.B. im Netzwerk auf einem NAS-System.

Nun kann über den Rom Browser jederzeit ein SNES-Spiel gestartet werden. Ich habe mir über die Konfigurationsdatei von RetroArch den SELECT- und START-Knopf von Controller Nr. 1 als Exit-Kombination eingerichtet um wieder ins Kodi-Menü zu gelangen.


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